Wacom Cintiq12wx Review

Nach langem Warten (und Sparen) hat jetzt endlich das neue Cintiq von Wacom in meine bescheidene Butze Einzug gehalten. Hatte ich zwar schon länger mit dem Gedanken gespielt mir ein Cintiq zu holen, hat mich bisher immer der Hohe Preis und die Größe der 21Zoll Version abgeschreckt.

Das 12WX ist sozusagen das Einstiegsmodell der Bildschirmtablets aber muss sich trotzdem nicht verstecken, denn es ist nicht desto Trotz absolutes Profigerät. Neben der gewohnt guten Abtastrate die auch schon das Intuos3 Aufweist kommt das 12wx noch mit etwas verbesserten Touchstrips und einer soliden Verarbeitung daher.

Zur Ausstattung gehören neben dem ausführlichen Handbuch unter anderem noch ein Set Ersatzminen für den Stift und alle nötigen Adapter für VGA und DVI Monitoranschluss.

Bevor man das ganze Gerät in Betrieb nehmen kann, trifft man auf einen der wenigen Wehrmutstropfen des Geräts: Die Verkabelung.

Zum 12wx führt an sich nur ein einziges Kabel. Dieses jedoch endet in einer Verteilerbox an die Strom, USB und Monitoranschluss gesteckt werden. Die Monitorsteuerung liegt oben auf der Verteilerbox, was nach meiner Meinung etwas unzugänglich ist.

Der Stift des 12wx scheint baugleich mit der Version des Intuos 3 zu sein. Lediglich die Farbe wurde leicht verändert und die Mine ist nun schwarz und nicht mehr weiß, was dem natürlichen Stiftgefühl entgegenkommt.

Als Testaufbau habe ich das Tablet an meinen Laptop angeschlossen und die Anzeige einfach gespiegelt. Da das 12wx als normaler Bildschirm erkannt wird, ist natürlich auch ein erweiterter Desktop möglich. Überdies ist sogar eine Taste zum wechseln zwischen zwei Desktops integriert.

Neben all diesem technischen Firlefanz, interessiert uns natürlich viel mehr das Malverhalten. Hier wurde ich positiv überrascht - obwohl mir viele Kollegen davon berichteten, dass durch den Abstand vom Stift zu aktiven Oberfläche und die leichte Zeitverzögerung das Arbeiten etwas unnatürlich sei, kam ich doch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gut damit zurecht.

Natürlich ist der Stift leicht versetzt dadurch, dass sich eine Scheibe zwischen dem Bildschirm und dem Stift befindet, aber in der von Wacom mitgelieferten Kalibrierungssoftware lässt sich diese Verschiebung mit zwei einfachen Klicks je nach Arbeitsposition korrigieren.
Nach etwa einer Stunde Arbeit und etwas Rumkritzelei in Photoshop hatte ich keine Probleme mehr mit dem ungewohnten Gefühl, direkt auf den Bildschirm zu malen und es kam immer mehr ein gemütliches “Skizzenblockgefühl” auf. Wenn man sich die Expresskeys links und rechts vom Bildschirm dazu noch etwas konfiguriert, kann man beinahe ohne die Tastatur zu benutzen arbeiten.
Zudem kann man sich auch gerne mal zurücklehnen und das 12wx auf den Schoss nehmen oder flach auf den Tisch legen, um es zu drehen.
Hier liegt meines Erachtens auch einer der großen Vorteile zur 21Zoll Version, das 12wx ist durch seine Größe variabler einsetzbar und weniger klobig als sein großer Bruder und lässt sich auch gerne mal in die Tasche stecken, um es in der Agentur oder bei Kollegen einzusetzen.

Ob das Cintiq nun mein getreues Intuos ersetzen wird kann ich noch nicht sagen, da die Einsatzgebiete doch etwas unterschiedlich spezialisiert sind, aber bis jetzt gebe ich dem 12wx erstmal 8 von 10 Sternen.

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